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Gemeinde Wolpertshausen

Zeitreise durch 30 Jahre Bürgermeister Silberzahn in Wolpertshausen

Artikel vom 12.10.2020

An einem spätsommerlichen Nachmittag des 19.09.2020 traf sich eine kleine Wandergruppe um eine Zeitreise durch die vergangenen 30 Jahre des Schaffens, Errichtens und Verwaltens von Bürgermeister Silberzahn zu unternehmen. Ein erneutes Mal wurde er von Mitarbeitern und Familie reingelegt, aber keinesfalls mit schadenden Hintergedanken, sondern um ihm anlässlich seines 30sten Jahrestags als Bürgermeister von Wolpertshausen einen schönen Nachmittag zu widmen. In Coronazeiten können leider keine großen Feste mit der Bürgerschaft und Vertretern aus Politik bzw. Verwaltung gefeiert werden, daher wurden die Stationen seines Schaffens abgewandert um viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Sicherlich wäre ein Nachmittag nicht ausreichend gewesen um alles Erreichte abzulaufen, daher wurden nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Stationen begrenzt.

Pünktlich um 15.30 Uhr traf der sichtlich überraschte Bürgermeister am Treffpunkt ein und die kleine wanderlustige Gruppe machte sich zur ersten Station am Gelände Grundschule /Kindertagesstätte auf.

Die Vertreter der Grundschule hielten den Blumenbogen der Erstklässler bereit, welchen er problemlos durchschreiten konnte, auch wenn er deutlich größer ist als die meisten Erstklässler. Damit wurde ihm attestiert, bestens für die nächste Ära gerüstet zu sein. Die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulträger wie auch ein schönes Schulgebäude mit der notwendigen Ausstattung wurde positiv herausgestellt. Nach dem Luftballonstart einer symbolischen 30 und dem Abschluss einer kleinen Wette für das Rücksenden der Karte, stärkte der Heimat- und Kulturverein die Gruppe mit einem selbstgebackenem „W“. Als einer der jüngeren Vereine wird er gut vom Bürgermeister unterstützt und kann sich so zum Wohle seiner Mitglieder und der gesamten Gemeinde ehrenamtlich engagieren.

Mit einem mehrseitigen Gedicht wurde der Oberwichtel Silberzahn vom Kita-Team empfangen. Hier waren überwiegend die positiven Dinge, wie die vielen An- und Umbauten wegen den immer steigenden Kinderzahlen und dem frühen Einstieg in die Kleinkindbetreuung erwähnt. Aber auch leichte Kritik wie beispielsweise an der eingeführten Zeiterfassung waren gelungen in den Versen verpackt und brachten Schmunzeln in die Gesichter.

Nach einem kurzen Marsch über die Schießmauer zum Vertreter der Gewerbetreibenden wurden wir von der nächsten kleinen Delegation in der großen Lagerhalle der Firma Güde empfangen. Die Landfrauen erinnerten an die 72-Stunden Aktion mit großem Buffet und lobten die Mitgliedschaft Silberzahns. Als einer von wenigen Männern bereichere er die weiblich geprägte Vereinsstruktur. Nur das Tanzen, das müsste es aus Sicht des Jubilars nicht mehr geben. Gesanglich ging es mit ausreichend Abstand weiter zum Männerchor, der stellvertretend für den Gesangverein „Eintracht“ Wolpertshausen das Lied Hallelujah von Leonard Cohen auf „Unser Schultes“ umgeschrieben hatte und dabei durchklingen lies, dass Silberzahn “ein Sechser und ein Jackpot“ für die Eintracht war. Auch die gemeinschaftlich organisierten Heimatfeste wurden als anstrengend aber besonders gelungen erwähnt und zeige ein positives und rühriges Schaffen der Vereine auch nach außen.

Die Chancen, die Wolpertshausen biete, habe Silberzahn auch aus Sicht der Gewerbetreibenden klar erkannt. Die Geschäftsführer konnten einen kurzen Einblick in die Firmengeschichte geben und machten deutlich, dass sie die Entscheidung für Wolpertshausen nie bereut hätten und sich der Standort in der Containerzahl mit 21.000 Stück/Jahr bewährt hat. Getreu dem Motto „ned schwätze´- mache´!“ erreiche Silberzahn für alle Interessen am Ort immer eine gute Lösung.

Seiner langjährigsten Mitarbeiterin, Brigitte Sosinski, die ihn 26 Jahre unterstützte dankte er für die gut organisiert Zuarbeit. Sie konnte ihm die anfänglichen Zweifel mit dem Statement „Der Bua hat´s gschafft“ eine gute Arbeit für und mit den Wolpertshäusern bestätigen.

Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter über die Untere Straße, der ältesten Siedlungsstraße zur nächsten Station am Seegelände. Auf der Anhöhe mit Blick ins Totengässle gedachten wir den verstorbenen Wegbegleitern. Am Seegelände luden die schattenspendenden Bäume zum kurzen Verweilen ein. Das ein oder andere Kaltgetränk bereitgestellt vom Jugendtreff und den Wolpis war eine willkommene Stärkung. Mit einigen Bildern aus den drei Jahrzehnten machte der Jugendtreff die Verbundenheit zwischen Bürgermeister und dem Verein anschaulich. Mit 35 Jahren gab es den Jugendtreff bereits vor der Ära Silberzahn, damals gegründet, weil es einfach nichts für die Jugendlichen am Ort gab. Dem Jubilar kam schnell in Erinnerung, dass er am See sein erstes Bier auf der Gemarkung getrunken hatte und erzählte Anekdoten über unterirdische Kühlräume, die seinerzeit am See noch üblich waren. Mit einem humorvollen Gedicht brachten die noch erst vor wenigen Jahren gegründeten Wolpis nullbishundert ihren Dank zum Ausdruck. Mit den Worten „weiter so“ blicken sie auf die kommenden Jahre mit Silberzahn als Weichensteller. Die Wolpis und der Jugendtreff bringen die Generationen zusammen und sind damit nicht nur für den Jubilar wichtige Bestandteile der örtlichen Vereinskultur.

Den Zeitplan immer fest im Blick ging es weiter durchs Baugebiet Halde, welches vor 20 Jahren jegliche Vorstellungen an den Bau des Eigenheims ermöglichte und daher über den Ortsgrenzen oft als „Villa Kunterbunt“ bezeichnet wurde. Die Einwohnerzahl nahm in den Amtszeiten von Silberzahn um 1.000 Einwohner zu, sodass der eingeschlagene Weg richtig war und man heute durch eine Siedlung läuft, die an Vielfältigkeit und Individualität seinesgleichen sucht. Aufgrund der Weitläufigkeit von Wolpertshausen wurden keine Ortsteile angelaufen - dafür hätte die Gruppe sonst Tage gebraucht.

Die Station am Baugebiet West wurde aber genutzt um auch die Teilorte und das Engagement für deren Bewohner hervorzuheben. Mit Blick nach Cröffelbach wurde die Schönheit des Bühlertals aber auch deren Hochebenen wieder einmal ganz bewusst. Die Dorfgemeinschaft Cröffelbach hat den legendären Weihnachtsmarkt kurzerhand in den September vorverlegt, da er dieses Jahr nicht stattfinden kann. Die gereimte Laudatio war prall gefüllt mit Wissenswertem zu Kläranlage, Unwetter und dem nachbarschaftlichen Umgang innerhalb der Bürgerschaft. Bei selbstgebackenem Zimtstern zeigte sich die Gruppe um Silberzahn gut unterhalten. Alle Teilorte liegen dem Bürgermeister am Herzen, weil jeder Ort eine Besonderheit vorweisen könne, aber insbesondere die Teilorte im Bühlertal benennt er als Schmuckstücke.

Auf dem Weg zum Rathaus gab es einen kurzen Boxenstopp beim Adler. Für die letzte Etappe mussten die Reserven nochmal aufgefüllt werden bevor die Gruppe am Rathaus von den Hausmeisterinnen mit einem kurzen aber umso lustigeren Achtzeiler begrüßt wurde. Die neue Halle ist eigentlich nicht mehr so neu, so Silberzahn, wird aber von den Hausmeisterinnen mit viel Engagement gut in Schuss gehalten. Das Rathaus-Team hat im Anschluss aus dem Alltag mit dem Chef berichtet und damit auch manch lustige Begebenheit Preis gegeben. Dass er Stuttgart-Fan ist, war bekannt, dass er seine Nerven mit frei zugänglichen und gewöhnlichen Süßwaren der Marke Haribo stärkt, wussten wahrscheinlich noch nicht viele. Kollegialität und Bürgernähe werden mit dem Namen Silberzahn gleichermaßen verbunden. Er komme jeden Tag immer gern ins Rathaus, so der Rathauschef und sagt weiter, dass er immer froh sei, wenn der Sommerurlaub rum ist. Die eigens für den Jubilar angefertigte Fahne wurde am Rathaus gehisst und hängt hier noch einige Zeit als Symbol der Dankbarkeit und Verbundenheit der Belegschaft mit ihrem Chef. 

An der Abschlussstation beim Feuerwehrgerätehaus konnte Silberzahn standesgemäß mit Blasmusik begrüßt werden. Der Musikverein spielte die Wolpertshäuser-Hymne, zwar mit Abstand auf, aber umso schöner war es für Bürgermeister Silberzahn mal wieder echte Blasmusik live zu hören. An der Abschlussstation beim Feuerwehrgerätehaus konnte Silberzahn standesgemäß mit Blasmusik begrüßt werden. Der Musikverein spielte die Wolpertshäuser-Hymne, zwar mit Abstand auf, aber umso schöner war es für Bürgermeister Silberzahn mal wieder echte Blasmusik live zu hören.

Zusammen mit der TSG wurde ein „kleines“ Oktoberfest auf die Beine gestellt, weil das reguläre Fest dieses Jahr leider ebenso wie die meisten anderen liebgewonnen Traditionen in Wolpertshausen nicht stattfinden kann. Als Segen für die Gemeinde wurde Silberzahn vom örtlichen Sportverein bezeichnet, der einen großartigen Hallenkomplex für die unterschiedlichsten Sportarten zur Verfügung stellt. Obwohl er Sport als Mord bezeichnet und lieber Bierzeltfeste mit zünftiger Blasmusik besucht, freut er sich über diesen gelungenen Abschluss der Tour. Auch die Feuerwehr ist einfach nur froh, dass sie den „Silbi“ haben und waren für eine hygienische Ausgabe des Handvespers bestens präpariert. Die Zeitreisenden konnten ihren Durst und Hunger bei Flaschengetränken und leckerem Leberkäsweck stillen, denn sie hatten in den letzten Stunden viel Schönes erlebt.

Ein herzliches Dankeschön, an alle die bei diesem Experiment einer Freiluft-Feier mitgewirkt haben und Bürgermeister Silberzahn damit einen einzigartigen und unvergesslichen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre bereitet haben.

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